News: Europaparlament schützt User mit neuem Digitalgesetz

Stand:
Mit dem Digital Services Act soll der digitale Raum fairer, sicherer und transparenter werden
Mehr Transparenz und Verbraucherrechte im Netz: Ein Mädchen sitzt mit Laptop an Schreibtisch, im Hintergrund ein Bücherregal, und reckt beide Arme in die Luft
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Anfang 2022 hat das Europäische Parlament ein neues Digitalgesetz verabschiedet.1 Das Ziel des Digital Services Act (DSA) ist es, den virtuellen Raum gerechter, sicherer und transparenterer machen. Wie der Deutschlandfunk berichtet, haben sich die europäischen Parlamentarier dafür entschieden, die Marktmacht der großen Unternehmen wie Google, Amazon, Facebook oder Apple einzuschränken.2  Außerdem sollen die Marktgiganten stärker in die Pflicht genommen werden, wenn es um kriminelle Inhalte geht. Gleichzeitig stärkt der DSA die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer. 

Zum Beispiel sollen Verbraucherinnen und Verbraucher in Zukunft erkennen können, welche Unternehmen Werbung auf Plattformen schalten.3 Personalisierte Werbung, die aufgrund sensibler Daten wie Herkunft oder sexuelle Orientierung angezeigt wird, soll zukünftig gar nicht mehr möglich sein. Außerdem sieht der DSA vor, dass Nutzerinnen und Nutzer selbst entscheiden, ob ein Algorithmus Inhalte für sie vorsortiert.4 Auch Kinder werden besser geschützt. So verbietet das neue Plattformen-Grundgesetz das gezielte Werbetracking von Minderjährigen.5 


1 https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20211210IPR19209/digitale-dienste-mehr-verbrauchersicherheit-strengere-regeln-fur-plattformen

2 https://www.deutschlandfunk.de/eu-parlaments-entscheidung-digital-services-act-100.html

3 https://www.deutschlandfunk.de/eu-parlaments-entscheidung-digital-services-act-100.html

4 https://www.zeit.de/digital/2021-12/digital-services-act-eu-kommission-online-plattformen-parlament#flexible-toc

https://www.heise.de/news/Digital-Services-Act-Goldstandard-oder-massiver-Schaden-fuer-die-Wirtschaft-6334005.html